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Was haben Köpfe, Felder und Eisberge gemeinsam? Sie sind die Lieblinge der Deutschen - knackig frisch und lecker angerichtet auf dem Vorspeisen- oder Beilagenteller. Gemeint sind Blattsalate, auch als Schnitt- oder Pflücksalat bekannt. Genau genommen stammt der Begriff Blattsalat aus dem Sprachgebrach der Küche. Botanisch gesehen zählen sie zu den Korbblütlern. Die offenen Blattrosetten der vielfältigen Gemüsearten werden geschnitten und roh verzehrt.
Der "Wilde Kompass-Lattich" gilt als Urvater der heutigen Blattsalate. Die Steppenpflanze erstreckte sich von Südeuropa über Vorderasien bis in den Norden Afrikas. Schon die alten Ägypter schätzten das grüne Gewächs und bauten es auf den Feldern an. Unterscheiden lassen sich Lattich- und Zichoriensalate. Während erstere durch einen milden Geschmack und zarte Blätter gekennzeichnet sind, enthalten letztere mehr Bitterstoffe. Dafür sind sie robuster und einfacher zu lagern. Zur Untergruppe der Lattiche zählen u.a. Kopfsalat, Eisbergsalat und Romana, während Endivie, Chicorée und Radicchio den Zichorien zuzuordnen sind. Wem der leicht bittere Geschmack nichts ausmacht, der wird mit einer höheren Dosis an Vitaminen und Mineralstoffen versorgt. Der weißliche Milchsaft sorgt mit seiner bitteren Note außerdem dafür, dass die Pflanzen in der Natur von Insekten oder Wildtieren weitgehen verschont bleiben.
Blattsalate sind das ganze Jahr über im Handel erhältlich. Im Winter werden sie jedoch häufig in Gewächshäusern gezüchtet, wodurch der Nitratgehalt in der Pflanze aufgrund von Lichtmangel deutlich höher ist. Außerdem zeichnet sich Ware aus Freilandanbau durch festere, geschmacksintensivere Köpfe aus. Nach dem Ernten sollte das Gemüse möglichst schnell auf den Tisch, da durch die Lagerung wichtige Nährstoffe verloren gehen.
Romanasalat und Co. zeichnen sich durch ihren geringen Brennwert aus. Mit einem leckeren Joghurt-Kräuter-Dressing oder raffiniert mit Früchten der Saison ergänzt, ergeben sich daraus schmackhafte kalorienarme Leckereien. Endivien- und Feldsalat zeichnen sich außerdem als gute Kaliumlieferanten aus. Wer an heißen Sommertagen den Magen füllen, aber nicht belasten will, kann sich als Hauptgang auch an einer bunten Blattsalatvariation mit gebratenen Hähnchen- oder Putenbruststreifen versuchen.
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