In zahlreichen Ländern der Erde hat sie lange Tradition, es gibt sie in unzähligen Ausführungen - die Nudel. Doch wer hat sie eigentlich erfunden? Über diese Frage wird bis heute energisch diskutiert. Es existieren zahlreiche Versionen über die Herkunft der Teigware und mehrere Länder beanspruchen deren Erfindung für sich. Das älteste, überlieferte Nudelrezept stammt aus China und wurde vor über 4000 Jahren auf Pergament geschrieben. Der Legende nach soll Marco Polo die Nudel später von einer seiner Entdeckungsreise mit nach Italien gebracht haben. Bis heute kommen bei der Herstellung der traditionellen italienischen Pasta lediglich zwei Zutaten zum Einsatz, nämlich Hartweizengrieß und Wasser.
Vom südlichen Europa aus haben die Teigwaren ihren Siegeszug auch über die Alpen angetreten und Deutschland erobert. Gerne ergänzen die Deutschen das italienische Pasta-Rezept um eine weitere Zutat - das Ei. Aus der Kombination von Getreide- und Eiprotein ergibt sich ein besonders hochwertiges Eiweiß, welches der Körper sehr gut verwerten kann.
Durch Variation beim Getreide kann Vielfalt in das prinzipiell so einfache Rezept gebracht werden. So verleiht Vollkornmehl den Teigwaren eine dunklere Färbung und einen kräftigen Geschmack. Darüber hinaus sind Vollkornnudeln reicher an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Die Verwendung von Urgetreidearten, wie Dinkel , Einkorn oder Emmer , spiegelt sich in einem aromatisch-nussigen Aroma wider. Außerdem zeichnen sich diese ursprünglichen Sorten durch eine sehr gute Verträglichkeit aus. Nudeln aus Reis- oder Maismehl sind schmackhafte Alternativen für Menschen mit Glutenunverträglichkeit. Eine besonders individuelle Note kann den Nudeln auch durch Zugabe von Gewürzen wie Kräutern oder Kakao verliehen werden.
Auch in ihren Einsatzmöglichkeiten zeigt sich die Nudel äußerst flexibel. Ob als Hauptakteur in Salaten, Aufläufen und Suppen oder als optimale Ergänzung zu Fisch, Meeresfrüchten und jeglicher Sorte von Fleisch, macht sie in jeder Tellerlage eine gute Figur. Ausgefallene Variationen, wie Schoko Nudeln mit Eis und Kompott oder überbacken mit Quark und Nüssen, lassen die Herzen von Dessertliebhabern höher schlagen. Neben den klassischen getrockneten Teigwaren, kann auch zu Frischteigwaren gegriffen werden. Sie werden in der Regel unter Schutzatmosphäre abgepackt, kühl gelagert und sind im Nu verzehrsfertig.
Nudeln schmecken nicht nur lecker, sie gelten auch als wichtiger Energielieferant. Durch den hohen Anteil des Kohlenhydrats Stärke versorgen sie den Körper schnell mit der benötigten Energie. Aus diesem Grund sind Nudeln auch von den Speiseplänen von Sportlern, Kindern und all denjenigen, die sich viel bewegen und aktiv sind, nicht wegzudenken. Oft als Dickmacher verschrien, liefern Nudeln für sich nur wenig Fett. Zu große Portionen sowie fettreiche Saucen und Beilagen lassen Nudelgerichte so letztendlich schwer erscheinen.
Die Liebe der Deutschen zu ihren Teigwaren kann mit Zahlen belegt werden. So verzehrte im Jahre 2009 jeder Deutsche im Durchschnitt rund 7,7 kg Teigwaren. Tendenz steigend. Gewähren viele Nordlichter in Sachen Stärkebeilage häufig der Kartoffel den Vorrang, zeigt sich im "Mutterland" von Spätzle und Knöpfle ein deutlich anderes Bild. So liegt der Schwabe mit einem jährlichen Nudelkonsum von über 20 kg deutlich über dem Bundesdurchschnitt.
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Tipps für die PERFEKTE NUDEL
Nudeln auf Vorrat Nudeln eignen sich ideal zur Vorratshaltung. Dabei sollten sie dunkel, trocken und fernab von stark duftenden Lebensmitteln gelagert werden.
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Die Menge macht's. Für eine Portion Nudeln als Hauptgericht rechnet man 100-125 g, als Vor- oder Zwischenspeise sind ca. 70 g und als Suppeneinlage ca. 30 g ausreichend.
Nudeln wollen schwimmen. Das Nudelwasser sollte großzügig bemessen und kräftig gesalzen sein. Auf einen Liter Wasser kommen ungefähr 100 g Nudeln und ein Teelöffel Salz.
Nudeln lieben es sprudelnd. Nudeln erst ins Wasser geben, wenn dieses sprudelnd kocht. Sind die Nudeln im Wasser sollte der Topf nicht mehr mit einem Deckel bedeckt werden, da das Wasser sonst leicht überkocht.
Der Koch hat's in der Hand Die auf der Packung angegebene Kochzeit dient als Orientierung. Dennoch lohnt es sich, die Bissfestigkeit durch einen kurzen Selbsttest zu überprüfen. Dabei sollte beachtet werden, dass Nudeln nach dem Abgießen noch etwas nachgaren.
Umrühren gegen Kleben Regelmäßiges Rühren genügt, damit die Nudeln nicht aneinander kleben. Von der Zugabe von Öl wird hingegen abgeraten, da diese an der Wasseroberfläche schwimmt und die Nudeln im Wasser darunter.
Die Sauce muss warten Die Sauce sollte vor den Nudeln fertig sein, nicht umgekehrt. Sie lässt sich ohne Qualitätsverlust warmhalten - Nudeln nicht.
Nudeln sind kleine Frostbeulen Nudeln wollen nach dem Kochen nicht kalt abgeschreckt werden, da sie dadurch nur unnötig abkühlen. Außerdem wird unnötig Stärke abgespült, was die Saucenaufnahme verringert
Genießen ist Devise Nudeln sollten stets langsam gegessen und gut gekaut werden. Die Sättigung setzt erst nach ca. 20 Minuten ein.